Es passiert nichts relevantes

14 08 2008

So lange schon kein Artikel. Eigenartig? Aber wenn frau so Tag für Tag vor dem Rechner sitzt und sich die Finger wund tippt, um irgendwie die Quantitäts- und auch Qualitätsansprüche für die Mgrarbeit zu erreichen, verschwindet die Welt rund herum scheinbar zusehends. Es gibt nicht einmal was, worüber ich mich wirklich aufregen könnte. Nur das Ilseforum bringt da hin und wieder Abwechslung und wirft interessante Fragestellungen auf.





Sommerloch

4 08 2008

Nein da bin ich nicht reingefallen. Aber nach eine lustigen und ereignisreichen Wochenende in Bayern mit Neffen samt Eltern, muss ich nun wieder mein Arbeitspensum für die Magisterarbeit schaffen. Bei der quält mich aber zur zeit eine echt hoffnungslose Einfallslosigkeit. Das ist sehr kontraproduktiv, was die Quantität der Arbeit betrifft. Wenn ich nämlich erst mal die Quantität erreicht habe, ist es für mich kein Problem die Qualität noch anzupassen, aber mit Qualität habe ich die erwartete Quantität schon bei Hausarbeiten immer nur sehr schwer geschafft. Ich stecke also immer noch im Sommerloch, welches sich bei mir Magisterarbeit nennt fest und komme deshalb frustrierender Weise zu kaum etwas anderen. Das stellt für mich, die immer drei Dinge gleichzeitig zu machen gewohnt ist, eine außerordentlich unbefriedigende Situation dar. Ok, ich gebe zu ich habe gerade ein megagroßes Motivationstief und hoffe inständig, dass sich das schnellstmöglich ändert.





Hitzefrei

29 07 2008

Ich bin alles nur kein Mensch für die Karibik. Ich will wieder hitzefrei.

Als Kind war das ja echt lustig. Schule fiel aus und wir konnten ins Freibad. Aber selbst das ist nicht mehr das, was es mal war. Nach dem Besuch im Freibad am Wochenende haben die Haare so geklebt, dass die Dusche unbedingt notwendig war, um sich wieder einigermaßen wie ein Mensch zu fühlen.

Nichtsdestotrotz hält dieses Gefühl aber nicht wirklich lange, wenn sich das Büro bei solchen Temperaturen in eine Art Sauna verwandelt. Und da lobe ich mir, dass hier nie jemand vorbei kommt. Da kann ich nämlich auch locker im BH drin sitzen. ;)





Familiäre Diskriminierung

23 07 2008

Eine meiner von mir täglich frequentierten Onlineinformationssammlungen berichtete gestern über das Wohnprojekt Mit Dir in Erfurt.
Da das mir schon bekannt war, lieferte der Beitrag für mich nicht wirklich neue Informationen. Nur eine böse Wahrheit schwappte für mich wieder mal an die Oberfläche und so wird Renate Rampf, Sprecherin des LSVD mit den Worten zitiert:

»Am häufigsten werden Homosexuelle immer noch von in ihren Familien diskriminiert«

Oh ja, wie wahr, wie wahr. Leider.
Nur diskriminiert Familie nicht nur wegen der sexuellen Orientierung, sondern auch teilweise wegen so vieler kleiner und großer Erwartungen, die die Kinder nicht erfüllen. Oder irre ich mich hier? Sind es am Ende nicht immer die nicht erfüllten Erwartungen der Eltern, die sie an ein Kind richten, egal wie absurd das auch sein mag, die zur Ablehnung und Diskriminierung durch die eigenen Eltern führen?





Regenbogenfamilien - alltäglich und doch anders

16 07 2008

Der neue Beratungsführer für Regenbogenfamilien ist jetzt auch komplett online verfügbar. Er ermöglicht interessante und umfangreiche Einblicke in die verschiedensten Bereiche und die verschiedensten Entwürfe für Regenbogenfamilien. Ich finde vor allem die vielen Erfahrungsberichte richtig interessant. Schaut mal rein, es lohnt sich.





Immer noch keine Entscheidung

15 07 2008

Mitte Oktober letzten Jahres, wie ich jetzt aufgrund einer Suchanfrage festgestellt habe, hatte ich mich ja in diesem und diesem Beitrag schon zu immer noch offenen Verfassungsgerichtsentscheidung wegen der Klage Bayerns (oder vielleicht doch nur S*toibers) gegen die Stiefkindadoption. Damals hieß es, dass die Entscheidung bis Ende des Jahres fallen sollte. Heute wissen wir, dass sie bis heute nicht gefallen ist. Aufgrund der Suchanfrage habe ich mich abermals auf die Suche nach Informationen begeben, aber immer noch keine finden können, die mir den Abschluss des Verfahrens mitteilen würden. Es ist frustrierend.

Wie kann es sein, dass so ein Verfahren so immens verzögert wird. Ich könnte mich echt nur ärgern. Kann da niemand Druck machen? Ich verstehe es nicht.





Meine Frau?

14 07 2008

Wie fange ich das nun wieder an. Irgendwie kenne ich zumindest eine Antwort auf diese Situation schon im Voraus, aber der Grund, warum es zu der Annahme kam, der wird mir wohl nur spekulativ zur Verfügung stehen.

Ich hatte heute ein Gespräch bei dem ich meine Frau, als genau diese betitulierte. Mein Gegenüber (professioneller Psychotherapeut, welcher unter anderem auf Sexualtherapie spezialisiert ist [Nein, es war kein psychotherapeutisches Behandlungsgespräch]) interpretierte das als männliche Rollenübernahme meinerseits. Also da ich meine Frau so nannte, meinte er, dass ich der männliche Part in unserer Beziehung bin. (Wird frau von Psychotherapeuten immer gleich so interpretiert?) Was wir ehrlich gesagt, so abwegig fanden, dass uns beiden erst im weiteren Verlauf des Gespräches klar wurde, dass er das mutmaßte. Er begründete diese Annahme damit, dass in homosexuellen Partnerschaften ja meist vom Partner oder der Freundin geredet wird. Als ich dann aber meinte, dass meine Frau mich auch selbstverständlich als ihre Frau betituliert und wir uns der staatlichen Doktrin der Verpartnerung nicht noch begrifflich unterordnen müssen, war sein Bild von homosexuellen Partnerschaften, die sich überwiegend keiner vorgegebenen Rollenaufteilung unterwerfen, wieder perfekt. Aber er hatte diese Bezeichnung scheinbar noch nie von einem homosexuellen Paar gehört. Nun frage ich mich ernsthaft, wie das sein kann.

Erst mal die Frage, deren Antwort ich wohl schon kenne. Wie nennt Ihr denn Eure Angetrauten oder eben nicht Angetrauten? Und nun die, die ich wohl erst bei einem nochmaligen Gespräch wirklich beantwortet bekommen werde. Wieso glaubt Ihr, kam er zu dieser Annahme und fand diese Bezeichnung irritierend? Ich habe da zwar schon einige Vermutungen, aber vielleicht komme ich ja mit ein paar anderen Antworten weiter, als ich es jetzt bin. Wir waren nämlich beide mehr als erstaunt über seine Aussagen.





Erziehung in der DDR

6 07 2008

Dieses Semester musste ich gezwungener Maßen noch ein Seminar in der Erziehungswissenschaft belegen und eins kann ich definitiv sagen. Es war das erste Seminar in dem Fach, welches mir einen wirklichen Erkenntnisgewinn gebracht hat.

Wenn Generationen, welche die DDR nicht erlebt haben, sich über die DDR und die Erziehung in ihr informieren wollen, dann werden sie ein echt krasses Bild sehen. Sie werden nicht sehen, dass Ideologie das eine war und die Wirklichkeit etwas ganz anderes. Sie werden nicht sehen, dass wenn jahrelang immer das gleiche monotone Zeug fast religionsgleich gepredigt wird, es auswendig hergebetet werden kann, aber völlig sinnbefreit ist und einem einfach nur zum Hals raus hängt. Zu viel ist eben zu viel, egal ob es stimmt oder nicht. Sie werden nicht sehen, dass auch in diesem Staat denkende Menschen gelebt haben. Alles was aus den schriftlichen Überbleibseln dieses Staates da ist, ist so sehr mit Ideologie durchzogen, dass nur auf den zweiten Blick deutlich erkennbar ist, dass diese damit faktisch unwirksam war.

Studentinnen referierten da über DDR Medien so, als ob es keinerlei Alternative zu denen gegeben hätte, als ob diese alternativlos konsumiert werden musste, dabei hat sogar die Stasi anhand der Lichtwechsel im Wohnzimmer kontrolliert, ob Westfernsehen konsumiert wurde. Die DDR war kein medial hermetisch abgeriegelter Staat, nur musste man sich leider mit der Wirklichkeit abgeben, in der es hieß sein tägliches Leben zu organisieren. Ich habe nur den Hauch einer Ahnung, was es hieß nach der Schule in der Arbeitswelt der DDR landen zu müssen und ich weiß nur eins. Für mich wäre das der Horror gewesen, der ganze Staat wäre das gewesen. Ich bin sehr sehr dankbar, dass der Umbruch genau dann kam, wann er kam.

Nur möchte ich nicht akzeptieren, dass nachfolgende Generationen glauben, wir hätten den Schrutz, der eben leider als einziges aus diesem Staatsgebilde übriggeblieben ist, wirklich geglaubt. Leider bin ich seit diesem Semester klüger. Nachfolgende Generationen werden es wohl genauso sehen und ich bin mir nicht mal sicher, ob die Menschen in den alten Bundesländern es nicht genauso sehen.





Morgenlektüre

1 07 2008

Gestern

Es gibt kein Homosexuellengen Homosexualitätsgen, wenn schon dann sind es mehrere, aber die Wirkung von außen, z.B. im Mutterleib ist viel einflussreicher auf die sexuelle Orientierung. [1], [2]

Heute

Ich bin nicht allein. Auch andere möchten XP gerne behalten. V*ista ist nicht notwendig. M*icrosoft ärgert’s. [3]
Britische Männer über 45 leiden vermehrt unter Geschlechtskrankheiten, aber nicht nur Viagra und Internetkontaktbörsen sind schuld, sondern auch die fehlende Prävention. Es ist ein Problem der Industrieländer. Die Situation sieht in vielen ähnlich aus. Und am Ende steht dann so etwas:

»Eine wichtige Rolle spielten aber homosexuelle Männer, bei ihnen falle der Zuwachs besonders deutlich aus.« [4]





Vizeeuropameister!!!

30 06 2008

Ich hatte mir nicht umsonst die Russen als Finalgegner gewünscht, aber insgesamt bin ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden. DIe Spanier haben ja die ganze EM über gut gespielt und verdient gewonnen. Sie haben sich den Titel wirklich erkämpft und nach 44 Jahren durfte es auch mal sein. Vize zu sein ist auch super. Und für die Leistung absolut angebracht.